Hypnose – einfach erklärt von Hypnosetherapeutin Kim Fleckenstein

A

Affirmation: eine positive Formulierung, die das Denkmuster, das Verhalten und die Stimmung beeinflussen sollen. Affirmationen wirken auf einfache und wirkungsvolle Weise. Es funktioniert durch eine positive beeinflussende, bewusst ausgedrückte Haltung. Gebete und Mantras gehören zu Affirmationen.

Alpha Wellen: treten in gelöster, entspannter Haltung auf. Alphawellen (14-8 Hz) sind das Tor zur Hypnose, zur Meditation.

B

Bewusstsein: steht im weitesten Sinne für die erlebbare Existenz mentaler Prozesse und Zustände. Eine allgemein gültige Definition ist schwer möglich, da in der Philosophie und der Naturwissenschaft das Bewusstsein in verschiedenen Stufen und Aspekten dargestellt wird.

Blockade: im Laufe eines Lebens erfährt der Mensch positive und negative Ereignisse. Die negativen Erfahrungen können sich als eine Blockade im Unbewussten abspeichern, so dass es im weiteren Verlauf des Lebens zu Schwierigkeiten in bestimmten Situationen kommen kann. Diese können mit Hypnose gelöst werden.

Beta Wellen: werden als die Wellen im Wachbewusstsein bezeichnet. Die Aufmerksamkeit ist nach außen gerichtet, hier findet das logische, prüfende und bewusste Denken statt. Die Schwingung pro Sekunde liegt bei den Beta Wellen zwischen 38-15 Hz. Je höher die Schwingung pro Sekunde, desto mehr befindet sich der Mensch im Bereich von Stress, Unruhe und Angst.

C

Coué, Emile: Apotheker, Autor und Begründer der bewussten Autosuggestion. Jedes Jahr kamen zehntausende Hilfesuchende zu ihm, denen er auf erstaunlich leichte Weise durch positive Autosuggestionen helfen konnte. Die wohl berühmteste Autosuggestion von Emile Coué lautet: „Es geht mir mit jedem Tag in jeder Hinsicht immer besser und besser.“

Chloroform: Bis ins Jahr 1850 wurde die Hypnose erfolgreich als Betäubungsmittel eingesetzt, ab da wurde sie dann durch schneller wirkende Mittel wie Äther, Chloroform und Lachgas abgelöst. Heute gibt es einige Ärzte, die die Hypnose als Betäubung wieder einsetzen.

D

Dauer: die Dauer einer Hypnose ist ganz unterschiedlich je nachdem, um welches Thema es sich handelt.

Delta Wellen: in dem Bereich sind die Schwingungen am niedrigsten (3-0,5 Hz) und stellen den unbewussten Teil dar. Während der Mensch schläft, befindet er sich im Bereich der Delta Wellen.

E

Erkrankungen: bei einer Vielzahl von Erkrankungen kann Hypnose als Unterstützung dienen. Hypnose heilt nicht, aber es unterstützt die Psyche und kann „den Kopf frei machen“.

Exduktion: ist die sogenannte Ausleitung. Der Hypnotisand wird während der Exduktion ins „Hier und Jetzt“ zurückgeholt.

F

Future Pacing: ist die Visualisierung eines zukünftigen (positiven) Zustandes. Es ist eine Technik aus der Neurolinguistischen Programmierung (NLP) und wird auch sehr erfolgreich in der Hypnose angewendet.

G

Gamma Wellen: diese Wellen wurden durch die Wissenschaft zuletzt entdeckt und sind noch am wenigsten erforscht. Sie werden mit Spitzenleistungen und hoher Konzentration in Verbindung gebracht. Die Schwingung dieser Wellen liegt zwischen 100-38 Hz.

H

Hypnose: bezeichnet einen Zustand, in der sich eine Person in einem schlafähnlichen Zustand befindet. Das altgriechische Wort „hypnos“ bedeutet Schlaf. In der Hypnose verändert sich die bewusste Aufmerksamkeit hin zu einer meist tiefen Entspannung. Mit einer Hypnose können viele verschiedene Themen wie Z. Bsp. „Schlafstörungen“, „Gewichtsreduzierung“, „Raucherentwöhnung“ etc. erfolgreich behandelt werden.

Hypnotherapie: ist eine von vielen Therapieformen, die sich sehr gut eignet, um eine akute Problematik aufzulösen.

Hypnotiseur (w/m): die Person, die die Hypnose leitet/spricht.

Hypnotisand (w/m): die Person, die in die Hypnose geht.

I

Induktion: dient der Einleitung in einen hypnotischen Zustand. Sie dient der Vertiefung der Entspannung des Hypnotisanden.

K

Katharsis: ist das Durchleben intensiver Gefühlsreaktionen. Eine Katharsis kann spontan auftreten und durch die Hypnose ausgelöst werden. In der Hypnose hat eine Katharsis fast immer einen reinigenden Charakter.

L

Leerhypnose: nach der Einleitung sprich Induktion werden keinerlei Wirksuggestionen gegeben. Es ist eine Hypnose ohne speziellen Inhalt. Am Ende steht die Ausleitung – sprich Exduktion. Der damit hervorgerufene Zustand wird vom Anwender/Anwenderin als sehr angenehm empfunden.

Leinwandtechnik: ist eine Technik aus der Neurolinguistischen Programmierung und dient der Visualisierung zukünftiger Ereignisse mit dem Wunsch eines positiven Endresultats.

M

Mental: bedeutet auf die Vorstellung bezogen, innerlich, gedanklich. Ein Mensch kann mental positiv oder negativ fokussiert sein.

N

Nutzen: der Nutzen einer Hypnose dient immer, egal um welches Thema es sich bei einer Hypnose handelt, der Entspannung. Durch die Induktion, in der der Hypnotisand sich auf das Gesagte fokussiert, entspannt sich der Körper immer mehr und mehr.

Neuron: eine auf Erregungsleitung spezialisierte Zelle im Nervensystem höherer Lebewesen.

Neuronenstrang: Neuronenstränge bilden sich im Laufe eines jeden Menschenleben. Je öfter ein Mensch eine Handlung ausführt/wiederholt, desto mehr verfestigt sich ein Neuronenstrang und die Person muss nach einiger Zeit über die Bewegungsabläufe nicht mehr nachdenken. Sie laufen „unterbewusst“ ab.

P

Psychose: leidet eine Person unter einer psychotischen Erkrankung wird von der Anwendung einer Hypnose ohne die vorherige Absprache mit dem behandelnden Arzt abgeraten.

Q

Qualifikation: für die Qualifikation der Durchführung einer Hypnose bedarf es einer Ausbildung bei entsprechenden Instituten.

R

Regression: bedeutet das Zurückfallen auf frühere Entwicklungsstufen mit allen dazugehörigen Ausdrucksformen. Eine Regression ist ein häufiger Effekt bei Trancezuständen. In der Hypnotherapie wird unter anderem regressiv gearbeitet, um vorliegende und verdeckte Blockaden aufzulösen.

S

Suggestionen: Suggestionen sind Sätze bzw. Aussagen, die ein bestimmtes Ziel verfolgen, es wird zwischen Autosuggestion (Sätze, die jemand sich selber sagt) und Fremdsuggestion (Sätze, die eine Person zu einer anderen Person sagt) unterschieden. Suggestionen können sich auf Sachverhalte, Lernprozesse oder eine bestimmte Situation beziehen. Während der Trance befindet sich der menschliche Geist in einem besonders kreativen und aufnahmebereiten Zustand, so dass diese positiven Suggestionen den Prozess unterstützen und helfen, das gewünschte Ziel zu erreichen.

Suggestibel: bezeichnet die Fähigkeit, schnell und gut innere Bilder realisieren zu können.

T

Trance: bezeichnet einen (wach-)schlafähnlichen oder einen höchst konzentrierten Bewusstseinszustand, bei dem eine Person sich intensiv mit einer Thematik beschäftigt. Befindet sich eine Person in Trance, ist seine Aufmerksamkeit und Wachheit stark herabgesetzt.

Theta Wellen: die Schwingung pro Sekunde befindet sich bei den Theta Wellen zwischen 4-8 Hz. In diesem Zustand befindet sich eine Person zwischen Wachsein und Schlaf. Es ist der Ort, in der sich Erinnerungen, Emotionen und Empfindungen besonders gut abrufen lassen.

U

Unbewusstes: alltagssprachlich mit dem Begriff Unterbewusstsein gleichgesetzt. Es ist die Gesamtheit jener Erfahrungen und Erinnerungen, die bedingt durch Selektion, unterhalb der Bewusstseinsschwelle liegen. Es ist jener Bereich in der Psyche, der dem Bewusstsein nicht direkt zugänglich ist.

V

Verstand, bewusster: repräsentiert den Bereich, den wir mit unseren Sinnen wahrnehmen. Der bewusste Verstand ermöglicht es uns, kreative und logische Entscheidungen über eine, von uns gewollte, Erfahrung zu treffen.

W

Wachzustand: ein Hypnotisand befindet sich während einer Hypnose, trotz vieler Gerüchte, immer in einem Wachzustand, auch wenn dieser eingeschränkt ist. Ein Hypnotisand schläft nur ein, wenn er zuvor sehr müde war, ansonsten kriegt die Person immer alles mit, auch wenn es „entrückt“ wirkt.

Z

Zuckungen: sind normal in der Hypnose, es ist ein Zeichen dafür, dass der Hypnotisand entspannt.

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