Angst: Unsere Herausforderung

Hallo liebe Leser*Innen,

„Ich habe Angst!“

„Das macht mir echt Angst!“

„Was ist, wenn…?!“

So oder so ähnlich habe ich es in den letzten zwei Wochen mehrfach gehört, seit Wladimir Putin seine Ideologie mittels eines weiteren Krieges dieses Mal in der Ukraine versucht umzusetzen.

Auch mir macht das Angst, was ich da zu sehen bekomme. Ich weiß natürlich, dass anderswo auf der Welt auch Krieg ist, aber nun ist es halt näher dran. Es berührt mich mehr, so traurig das auch ist, angesichts des Leides anderer Menschen in Afghanistan, Syrien etc. 

Ich bin im großen Mitgefühl für all die Menschen, die aus ihrer Heimat flüchten müssen, nicht wissend, wann sie zurück können, nicht wissend, wohin und vor allem, wie es nun weitergeht für sie, für ihre Familien, für die Zurückgebliebenen. 

Daher habe ich schon einige Tränen vergossen, denn auch wenn die humanitäre Hilfe enorm ist, weiß wohl jeder Mensch, dass der Mensch am liebsten da ist, wo er sich wohl fühlt und das ist zum Glück bei den meisten Menschen das eigene Land und das eigene Zuhause. 

Obwohl meine Gedanken und meine Gefühle sich auch einfangen lassen von den furchtbaren Bildern, Berichterstattungen etc. so muss ich meinem Beruf nachgehen. Muss und will ich weiterhin eine gute Coachin, eine gute Therapeutin, eine gute Trainerin für meine Klienten oder Teilnehmer (m/w) sein.

Weitermachen

Daher habe ich auch einer meiner Klientinnen, die ich derzeit darin unterstütze, sich von ihren Panikattacken zu lösen, gesagt, dass sie mit ihren tollen Fortschritten weitermachen soll.

Dass sie trotz des Weltgeschehens (und irgendwo auf dieser Welt wird es leider immer Krieg geben, so lange Machthaber mit ihrer Macht nicht bewusst und sozial umgehen können) auf sich stolz sein darf.

Dass sie in ein Restaurant gehen darf, um zu merken, dass sie nun den Anfängen einer Panikattacke anders und besser begegnen kann, als noch vor ein paar Wochen. 

Dass sie sich mit einer Freundin 10km entfernt in einer anderen Stadt auf einen Kaffee treffen darf, wohin sie nach Jahren endlich wieder allein mit dem Auto hinfahren kann.

Unser aller Herausforderung

Angst lässt uns in dreierlei Art (re)agieren:

°Flucht
° Starre
° Ins Handeln kommen

All die Menschen, die Spenden einsammeln, Kleidung packen oder an die Grenze zur Ukraine fahren, sind ins Handeln gekommen. Und das ist toll!!!

Das bedeutet aber nicht, dass all die anderen Menschen, die das nicht tun oder die nichts zu den aktuellen Ereignissen sagen, gefühllos oder ähnliches sind, denn jeder Mensch geht mit so etwas Existentiellem wie Krieg anders um. 

Krieg schürt Angst und es ist enorm wichtig, diese Angst, die in einem hochkommt, als Herausforderung anzunehmen.

Sei also gut zu Dir selbst! Mache etwas, was Dir gut tut, denn es ist der Welt nicht geholfen, wenn wir alle in eine kollektive Schockstarre verfallen. Damit halten wir nichts auf und machen es den Ukrainern, oder welche Nation ansonsten noch unter den kriegerischen Gebaren von im Bewusstsein ver-rückten Personen leiden müssen, nicht leichter. 

Jeder von uns hilft dieser schönen Welt (denn das ist sie), indem wir uns bewegen, rausgehen und die Natur genießen, uns schöne Musik anhören, an unserer Persönlichkeitsentwicklung arbeiten, tanzen, meditieren oder uns mit lieben Menschen treffen. Indem wir näher zusammenrücken und einander (fest)halten ❤️

Ich danke Dir, dass Du meine Blogbeiträge liest. Solltest Du jemanden kennen, den dieser Beitrag auch interessieren könnte, so leite diesen Blogbeitrag sehr gerne weiter ❤️

Ich sende friedvolle Grüße ☮️

Kim

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