Bewusst – Unbewusst

Hallo liebe Leser*Innen,

heute möchte ich Dir erklären, was passieren kann, wenn Du Dich nicht um Deine Themen kümmerst. Was es für Auswirkungen und Konsequenzen haben kann, wenn Du Dich nicht mit Deinem Unbewussten beschäftigst, um zu schauen, was da noch Unverarbeitetes schlummert.

„Bewusstheit befreit. Unbewusstheit schafft eine Fessel.“ – so sagte es einst der Philosoph Osho. Und damit hatte er absolut Recht.

Transformation

Sobald wir uns ein oder auch mehrere Themen in unserem Leben anschauen, die uns noch schmerzen, belasten oder ängstigen, können wir diese durch unsere eigene Kraft, die in jedem von uns vorhanden ist, verändern. Das ist etwas, was wir uns immer wieder bewusst machen dürfen: wir haben die Kraft dazu, etwas Negatives, etwas Destruktives zu verwandeln!

Wenn wir es aber ignorieren, machen wir etwas sehr unkluges – wir geben die Macht unserer Entscheidung aus der Hand. Somit lassen wir zu, dass dieses Thema dann uns transformiert.

Immer dann, wenn wir etwas verdrängen, vor etwas weglaufen, wir etwas ignorieren, obwohl wir ganz genau wissen, dass da etwas ist, was angeschaut werden muss, beeinflusst es viele der Beziehungen, in denen wir leben. Unsere eigene Ignoranz führt dazu, dass eine Partnerschaft, eine Ehe oder auch eine gute Freundschaft dadurch belastet wird.

Denn wir zahlen für alles einen Preis. Für das, was wir tun, aber auch für das, was wir nicht tun. Und wir sind gut beraten, unser Handeln immer wieder zu überdenken und die Konsequenzen so gut es geht zu berücksichtigen, denn ansonsten schauen wir hinterher „dumm aus der Wäsche“, wenn wir merken, wie sich eine Beziehung verändern kann.

Liebe

Ich weiß nicht, ob es Dir bewusst ist, dass Du Dich nicht wirklich auf eine Liebe zu einem anderen Menschen einlassen kannst, solange Du Dich nicht um Deine Themen gekümmert hast, die alle mit dem Thema Liebe zu tun haben. Die Liebe in der Kindheit zu Deinen Eltern, zu Deinen Geschwistern oder anderen nahestehenden Personen. Die Liebe zu einer guten Freundin, zu einem guten Freund. Die verschmähte Liebe durch eine andere Person. Und natürlich die Liebe zu Dir selbst.

Solange Du kein Mitgefühl für Dich selbst hast, Dich selbst nicht so annimmst, wie Du bist, die Themen Deiner Vergangenheit verdrängst, die Verletzungen, die in Dir schlummern, nicht auflöst, ist es Dir nicht wirklich möglich, andere so gut zu behandeln, wie Du es Dir selbst wünschst, behandelt zu werden.

Wir denken zwar, dass wir jemand anderen „wirklich“ lieben und „wirklich“ gut behandeln, aber wenn wir mit uns selber ehrlich sind, gibt es die feinen, kleinen Augenblicke, in denen wir das nicht tun, weil der Schmerz in uns, uns nicht gerecht, achtsam und liebevoll handeln lässt. Schmerz hat so eine enorme Kraft, gegen die wir uns nicht wehren können, schon gar nicht der Schmerz, der so lange von uns selbst blockiert wurde.

Verletzungen

Überlege mal einen Moment, welche Schmerzen und Turbulenzen in Form von unterdrückten Gefühlen in Dir schlummern. Dann schaue mal auf Dein Leben und sehr ehrlich mit Dir selbst, wen oder was Du dazu benutzt hast – in welcher Form auch immer – um mit diesen starken Gefühlen besser klarzukommen. Welchen Ausweg hast Du gesucht?

  • Schlechte Laune ausleben
  • Lügen
  • Betrügen
  • jemanden kleinmachen
  • Opferrolle einnehmen
  • Entschuldigungen suchen
  • Drogen konsumieren, egal welcher Art

Verdrängung

Wie verdrängst Du noch die Themen, die Du Dir dringend und endlich anschauen müsstest? Bist Du nach Möglichkeit nie allein? Schaust Du viel TV? Surfst Du im Internet und den sozialen Medien rum? Kaufst Du viel ein? Hast Du ein ungesundes Essverhalten?

All das ist ein Zeichen dafür, dass Du etwas verdrängst, dass Du Dich selbst verleugnest, weil Du das Gefühl des Dich schwach fühlen nicht wahrhaben und nicht fühlen möchtest. Aber es ist dennoch da, egal, wie lange und intensiv Du es verdrängst. Es ist ein Muster, das sich über Jahre in Dir eingelagert hat und dem Du immer noch folgst.

Gehörst Du zu dem Personenkreis, die oftmals denken „Ich will nicht, dass andere XY von mir denken. Mir ist es wichtig, was andere Menschen von mir denken und halten“? Falls ja, bedeutet es, dass Du nicht zu Dir selbst stehst. Du wirst Deine Lebensgeschichte entweder nur halb wahr erzählen, Du wirst entscheidende Dinge weglassen oder die Dinge und Situationen so für Dich zurechtlegen, damit Du gut dastehst.

Selbstverantwortung

Ich habe früher auch andere Menschen für meine unterdrückten, nicht verarbeiteten Gefühle verantwortlich gemacht und dadurch dem einen oder anderen weh getan. Das hat sich dann zum Glück vor ca. 15 Jahren gewandelt, bin ich quasi durch den Tod zweier Ex-Freunde aufgewacht und habe mich meinen „Dämonen“ im Unterbewusstsein zugewendet. Daher bin ich nicht nur mit mir besser umgegangen und konnte endlich anfangen, mich selbst vollumfänglich zu lieben, sondern habe dadurch heute auch mehr Verständnis für andere Personen, die sich noch so verhalten.

Ich habe auch schon viel von dem Schmerz und den nicht verarbeiteten Verletzungen der ein oder anderen Person abbekommen. Das war alles andere als schön, aber ich weiß halt aus eigener Erfahrung, wie so etwas passieren kann, wenn jemand sich weiterhin von ihren/seinen unbewussten Themen fesseln lässt.

Übernimm also Verantwortung für Deine bisherige Lebensgeschichte, denn wenn Du es nicht tust, wird sich nichts für Dich verändern. Keine andere Person, kein Besitz, kein Urlaub, keine weitere Ablenkung wird das Gefühl von Einsamkeit, Verzweiflung oder Unzufriedenheit auflösen können. Du darfst Dein Verhalten, welches die Beziehungen um Dich herum vergiften kann, nicht ausleben, denn andere Menschen sind nicht für Deine Gefühle verantwortlich. Solange Du das noch tust, bist Du nicht nur der Sklave dieser Person, sondern auch der Deiner eigenen Gedanken und Gefühle.

Deine Zeit ist Jetzt

Diese Überschrift steht auf meiner Visitenkarte und soll nicht nur meine Klienten daran erinnern, wie wichtig unsere Lebenszeit ist, sondern auch mich selbst. Zeit ist genau das, was uns daran hindert, unsere Themen zu behandeln, denn wir meinen immer, dass wir genau dafür noch später Zeit haben werden. Aber das stimmt nicht. Zeit ist zwar einerseits eine Illusion, aber solange wir uns dieser Illusion nicht bewusst sind, ist sie das Kostbarste, dass es für jeden von uns gibt. Und daher ist es so wichtig, das eigene Haus sauber und ordentlich zu halten. Das geht aber nur, wenn im Keller, bei der Basis damit angefangen wird!

Vielleicht sagst Du nun am Ende dieses Beitrages, dass Du nicht das bearbeiten kannst, was Dir nicht bewusst ist. Unbewusst steht aber nicht für „nicht wissen“, sondern dafür, dass es im Unterbewusstsein (im Keller) lagert. Dass wir uns dorthin begeben müssen, wenn wir unser Haus dauerhaft aufgeräumt, hell und liebevoll gestalten wollen.

Denn jedem von uns ist sehr wohl bewusst, was die Themen sind, die wir noch zu bearbeiten haben 😉

Bewusste-Unbewusste Grüße 👋

Kim

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