Erkennst Du, wer und was Du alles bist?

Hallo liebe Leser*Innen,

ich möchte Dir heute gerne die Bedeutung von Tat Twam Asi, eine Affirmation aus den Upanischaden, näherbringen. Upanischaden sind uralte Schriften aus Indien. 

Tat Twam Asi bedeutet „Das bist Du“, d. h., das Weltall und die Einzelseele sind eins, sind aus dem gleichen Stoff. Du kannst es auch umschreiben mit dem Unendlichen, dem Ewigen, dem Absoluten. 

Es bedeutet weiterhin, dass die absolute Wirklichkeit die Essenz von dem ist, was eine Person wirklich ist. Puh… das hört sich erstmal kompliziert an, richtig? 🤔

Tat Twam Asi = Das bist Du. Das ist, was Du bist.


Was bist Du also? Was bin ich? Was sind wir alle?

Unser aller Selbst ist identifizierbar mit der ultimativen Wirklichkeit. Die ultimative Wirklichkeit, die der Ursprung aller Erscheinungen ist, so wie die ultimative Wahrheit. Doch das „Problem“ in unserer Welt ist, dass wir die Wirklichkeit nicht mehr sehen, weil wir sie verdeckt haben. Ebenso wie die absolute Wahrheit.

Sie liegt verborgen hinter all den Rollen, den Etiketten, die wir uns selbst auferlegt haben bzw. auferlegen lassen. Das ist nichts unnormales, denn um in der Komplexität der Welt zurechtzukommen, „spielen“ wir täglich bestimmte Rollen. Einerseits, weil sie von uns erwartet werden, andererseits, weil wir sie spielen wollen.

Du kennst bestimmt die Redewendung von „jemanden in die Schublade stecken“. Warum tun wir das? Weil es uns sicher macht, wenn wir wissen, auf wen wir treffen und wie sich diese Person höchstwahrscheinlich verhalten wird. Oder wir aus diesem Schubladendenken heraus diese Person aus Sicherheitsgründen meiden können.

Doch Du kannst Dir wahrscheinlich denken, wohin uns das bringt bzw. größtenteils gebracht hat:

Wir identifizieren uns zu sehr mit diesen Rollen und dem Auftritt im Außen. Wir wissen dadurch oftmals gar nicht mehr, wer wir wirklich sind bzw. trauen uns nicht, unser Selbst zu zeigen und somit auch zu leben…

Eine wertvolle Übung

Die Wiederholung von „Tat Twam Asi = Das bist Du/Das ist, was Du bist“ kann Dir dabei helfen, zu erkennen, dass Du einerseits ganz viel und alles bist und andererseits ganz wenig und nichts. Das „Nichts“ steht hier übrigens nicht für einen Mangel/ein Defizit!

Alle Ereignisse, Situationen, die wir erleben, sind immer nur vorübergehende Momente, in denen wir uns mit dem identifizieren, was gerade passiert. Doch oftmals meinen wir im Nachhinein, das auch zu sein. 

Ich kenne das von mir selbst, denn auch ich habe mich schon mit vergangenen Situationen oder Feedbacks so identifiziert, dass ich angefangen habe, an mir zu zweifeln und das ist nicht gut. Es ist letztendlich nur eine vorübergehende Situation gewesen, die mich aber nicht im gesamten als Persönlichkeit ausmacht und erst recht nicht in meinem Selbst.

Der Sinn von der Bedeutung von Einheit, von Eins-Sein, von Allem-was-ist, von der wahren Natur, vom Unveränderlichen oder wie auch immer Du es bezeichnen möchtest, ist das Tat Twam Asi. Das bist Du. Und somit bin auch ich das. Also wir beide. Es gibt somit keine Trennung, auch wenn es das Außen, die unschönen Vorgänge in der Welt uns weismachen wollen.

Etwas in uns bleibt immer gleich, auch wenn wir unsere Jobs verlieren, die Partnerschaft auseinanderbricht, eine Freundschaft aufgelöst wird oder das Bankkonto ein fettes Minus anzeigt. Der ursprüngliche Mensch, das Selbst (Deins, meins, unser aller Selbst) bleibt immer gleich, immer ewig, immer unveränderlich.

Solltest Du Dich derzeit vielleicht in einer Phase befinden, in der Du Dich sorgst, zweifelst oder Dich stark angsterfüllt fühlst, dann findest Du die Hilfe im Innern. Im „Tat Twam Asi = Das bist Du/Das ist, was Du bist“. Wiederhole es immer und immer wieder und bemerke, wie sich die oberflächlichen Gefühle und Bilder auflösen können. Und Du zu Deiner inneren Ruhe finden kannst. 

Es ist die innere Ruhe, die uns vorm trügerischen Außen bewahren kann!

Ich danke Dir, dass Du meine Blogbeiträge liest. Solltest Du jemanden kennen, den dieser Beitrag auch interessieren könnte, so leite diesen Blogbeitrag sehr gerne weiter. ❤️

Herzliche Grüße ⁠👋⁠

Kim

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