Wie bewusst bist Du Dir Deiner Lebenszeit?

Hallo liebe Leser*Innen,

mit diesem Beitrag möchte ich Dir von etwas berichten, was mir die Wichtigkeit meiner Lebenszeit noch mehr als bisher bewusst gemacht hat.

Ich bin im September das zweite Mal operiert worden, weil bei mir etwas über vier Wochen zuvor schwarzer Hautkrebs (bösartig) diagnostiziert wurde. 

Ich weiß nicht, ob Du schon einmal eine lebensverändernde Diagnose erhalten hast, ich jedenfalls bis dato noch nicht. Ich habe zwar 1993 einen sehr schweren Autounfall überlebt, durch den mir die Prognose in Aussicht gestellt wurde, dass ich meinen rechten Arm wahrscheinlich nicht mehr bewegen würde können, was ich damals schon sehr schlimm fand, aber die Diagnose für ein Malignes Melanom war dann doch etwas schwerwiegender für mich 😢

Die Zeit zwischen Termin beim Hautarzt, dem ersten OP-Termin und dem endgültigen Untersuchungsergebnis durch das Labor war einfach nur Horror für mich. Auch wenn ich selbst als Hypnosetherapeutin arbeite, regelmäßig meditiere, mich als eine mental starke Persönlichkeit bezeichnen würde, so kamen meine Gedanken, inneren Bilder und Gefühle einer Achterbahnfahrt gleich.

Prompt hatte ich an einem Wochenende zwischen meiner ersten OP und dem nächsten Hautarzt-Termin ein stark angeschwollenes Beckenknochen rechtsseitig. War klar, dass die Metastasen schon meine Knochen befallen hatten, nicht wahr? Ein scheiß Wochenende war das für mich, das kann ich Dir sagen… 😳

Ich habe danach mit einer Freundin, die Ärztin ist, darüber gesprochen, was lebensverändernde Diagnosen mit einem Menschen machen und uns in unserem Körper sehr schnell etwas spüren lassen, was gar nicht real ist. Das kommt durch die Amygdala, der Bereich im Gehirn, der für das Thema Angst zuständig ist.

Sie fängt an zu feuern ohne abzugleichen, ob es mit der aktuellen Situation übereinstimmt. Sie ruft nur das ab, was wir in unserer Vergangenheit erlebt, als emotional unangenehm abgespeichert haben und nun zur jetzigen Situation passen könnte.

Nicht nur, dass es in meiner Familie bereits Krebs gibt (unter anderem ist meine Cousine mit gerade mal 47 Jahren an Gebärmutterhalskrebs gestorben), sondern auch in meinem Freundeskreis hat es bereits Fälle von Krebs – auch Hautkrebs – gegeben. Da ich zudem fast wöchentlich in einer Privatklinik tätig bin, habe ich auch dort schon des öfteren von Krebserkrankungen erfahren. Daher war mir klar, wie gefährlich gerade der schwarze Hautkrebs sein kann.

Auch mein derzeitiges alleine leben hat es nicht leichter für mich gemacht, durch diese Zeit zu kommen, denn auch wenn ich großartige Freunde habe, die mich bisher immer exzellent unterstützt haben, ist es einfach ein Unterschied, ob wir gerade in einer solchen Phase in einer glücklichen Beziehung sind oder nicht.

Das soll natürlich in keiner Weise die Ängste einer Person schmälern, die auch schon eine lebensverändernde Diagnose erhalten hat (oder zukünftig noch erhalten wird) und zum Glück in einer tollen Beziehung lebt! Aber ich denke, Du verstehst, was ich meine. 

Wie ich in meinem letzten Newsletter zum Thema Schicksal geschrieben habe, kann das Schicksal auf verschiedene Art und Weise gnädig sein, so wie es zum Glück nun bei mir der Fall ist. Auch wenn die zweite OP weitaus schmerzhafter als die erste war und die Narbe durch den zweiten Nachschnitt nun noch größer ist, so hat das Melanom bei mir nicht gestreut 🙏🙏🙏

Ich bekomme zwar nun einen Krebspass, außerdem muss ich in den nächsten fünf Jahren zu regelmäßigen Kontrollen, da die Wahrscheinlichkeit eines wiederholten Auftretens in der Zeit dann am höchsten ist und durch die familiären Krebserkrankungen bin ich gefährdeter als Personen ohne diese speziellen Krankheitsfaktoren, aber das ist nichts, was mir schlaflose Nächte bereitet. Was mich mehr „umtreibt“, ist das Bewusstsein für meine noch verbleibende Lebenszeit!!!

Diese lebensverändernde Diagnose, die ganzen Geschichten, die ich schon zu Krebs – jetzt speziell zu schwarzem Hautkrebs – gehört habe, die emotional anstrengenden Monate davor, die ich durch meine Beziehungstrennung erlebt habe, haben mir wieder einmal gezeigt, wie wichtig meine Lebenszeit ist. 

Alles kann so schnell vorbei sein. Von jetzt auf gleich. Ohne Vorankündigung, ohne Vorwarnung. Aus und vorbei.

Als ich dann dieses Zitat auf dem Bild von Michael Schumachers ehemaligen Manager Willi Weber gelesen habe, der sich selbst immer noch nicht von einem Schlaganfall erholt hat (von Michael Schumacher brauche ich ja nun erst gar nicht anzufangen), habe ich mal wieder gedacht:

„Ja genau, darum geht es für uns alle. Unsere Lebenszeit, die mit jedem Tag voranschreitet. Die nicht zurückgeholt werden kann. Und die eigene Gesundheit. Also noch mehr Achtsamkeit darauf!“

Richte Du Deine Achtsamkeit doch mal darauf, wie Du mit Deiner Lebenszeit umgehst:

Wie habe ich bisher mein Leben gelebt?

Bin ich mir der Wichtigkeit meiner Lebenszeit wirklich bewusst?


Lege ich mehr Wert auf´s Geldverdienen als auf meine Gesundheit?

Wie achte ich auf meine Gesundheit?

Wie gehe ich mit meinem Körper um?


Ich danke Dir, dass Du meine Beiträge liest und freue mich, wenn Du diesen Beitrag an jemanden weiterleitest, den das Thema auch interessiert bzw. dem meine Gedanken weiterhelfen könnten ❤️

Herzliche Grüße ⁠👋⁠

Kim

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