Annehmen, was ist

Hallo liebe Leser*Innen,

in einem meiner letzten Mindfulness-Mittwochs-Newsletter bin ich nicht nur auf meine aktuelle Lebenssituation eingegangen, sondern auch auf das Annehmen dessen, was gerade ist. Was uns Menschen oftmals nur leichtfällt, wenn das, was ist, sich gut anfühlt. Fühlt es sich weniger gut oder sogar sehr schmerzhaft an, sieht das schon ganz anders aus. Hier berichte ich Dir nun, wie ich mit einer Situation umgehe, die sich für mich schmerzvoll anfühlt.

Obwohl die letzten sieben Monate für mich emotional und auch körperlich (da 5kg abgenommen) sehr anstrengend waren, so bin ich dennoch sehr dankbar. Nicht nur, dass ich von den 10,5 Jahren Partnerschaft auf etwas mehr als 9 sehr gute und schöne Jahre zurückschaue, sondern auch dafür, dass ich überhaupt in einer Partnerschaft leben, lieben und sein durfte. Es hat sich dann leider anders entwickelt, als ich gedacht habe, aber es ist halt nicht immer alles möglich im Leben, auch wenn wir es uns noch so sehr wünschen.

Ich habe auch nicht darauf hingefiebert, nach 9,5 Jahren Zusammenleben wieder alleine zu leben, aber dennoch bin ich für diesen Umstand nun dankbar, denn ich glaube, dass es eine unserer wichtigsten Aufgaben im Leben ist, auch mit uns selbst liebevoll alleine zu leben. Wie viele Beziehungen gibt es, die alles andere als gut, respektvoll, geschweige denn noch liebevoll sind, aber die beiden Personen bleiben zum Beispiel deswegen zusammen, weil sie nicht allein leben können… ​☹️​

Das ist nichts, was ich mir für mich vorstellen könnte. Daher nehme ich die Aufgabe des alleine lebens nun dankbar an. Denn je mehr ich mir selbst erzählen würde, dass ich etwas oder jemanden haben muss, um zurechtkommen und dankbar sein zu können, desto mehr erzähle ich mir, dass ich es nicht habe. Doch so funktioniert das Leben nicht und schon gar keine Partnerschaft, die es für mich eines Tages auch wieder geben wird.

Des Weiteren bin ich dankbar für die große Ruhe in mir, die sich mehr und mehr ausbreitet und mir signalisiert, dass sich alles im Guten für mich weiterentwickeln wird. Mein Glaube an Gott/Jesus/die Göttlichkeit hilft mir dabei sehr, um zu spüren, dass es für mich einen Entwicklungsplan gibt, den ich zwar noch nicht kenne, gegen den ich mich aber nicht stemmen sollte.

Dankbar bin ich daher auch für den acht Wochen Onlinekurs, der im Juli von Eckhart Tolle gestartet ist, zeigt er doch mal wieder, dass es im Leben ums Sein und Tun geht (Being and Doing). Der Fokus sollte dabei mehr auf dem Sein liegen. Denn sobald ich in meiner Dankbarkeit bin, bin ich automatisch im Sein ❤️​

Es geht darum, das dankbar anzunehmen, was Jetzt ansteht. Alles ist so, wie es Jetzt sein soll.


Weiterhin bin ich sehr dankbar für die vielen Mails und den Zuspruch, den ich in diesen letzten Monaten erhalten habe. Nicht nur die aufrichtige Anteilnahme hat mich sehr berührt, sondern auch die eigenen Erlebnisse und Erfahrungen, die mit mir geteilt wurden. Eine besondere Verbundenheit hat sich dadurch entwickelt, die ohne meine eigenen traurigen Erfahrungen – und natürlich mein offener Umgang damit – gar nicht zustande gekommen wäre.

Auch bin ich dankbar für den Umzug nach Harlaching und somit direkt an die Isarauen, der ohne diese Partnerschaft wahrscheinlich nicht passiert wäre, denn Harlaching stand bisher nicht auf meiner „nice to live there“ Liste ​😉​

Das fast tägliche spazieren gehen dort, egal bei welchem Wetter, hat mir bei meinem Heilungs- und Dankbarkeitsprozess enorme Unterstützung/Halt gegeben. Und wird es in den nächsten Monaten und Jahren weiterhin tun, da bin ich mir sicher. Ich habe mir noch nie so viel Zeit für mich, meine Spaziergänge und das Wahrnehmen der Natur genommen wie hier in Harlaching!

Es ist nicht immer das, was wir uns gerade wünschen, was im Leben passiert, aber es ist immer das, was jetzt am besten zu uns passt, was für uns nun ansteht. Daher sollten wir diese Lehrstunden dankbar annehmen. Sobald wir uns dagegen stemmen, wird es anstrengend und dann kann sich ein Gefühl von Dankbarkeit auch nicht einstellen.

Außerdem glaube ich an folgendes:

„Gott bürdet mir immer nur so viel auf, wie ich (er)tragen kann.“


Richte Du Deine Achtsamkeit doch mal auf Deine eigene Dankbarkeit:

Mache ich mir am Ende eines Tages immer bewusst, wofür ich dankbar sein kann?

Kann ich mit Dankbarkeit auf meine bisherigen Beziehungen – egal zu wem – schauen?

Wo bin ich noch undankbar?

Bin ich noch mehr im Tun anstatt im Sein?

Wie macht sich das Gefühl der Dankbarkeit in mir bemerkbar?


Ich danke Dir, dass Du meine Beiträge liest ❤️

Dankbare Grüße 👋

Kim

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